Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen und der Qualität der Lehre im Modellstudiengang Medizin der Charité (Hochschulpakt 2020)

Förderzeitraum: 01.10.2011 - 30.09.2016

Projektleitung: Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Folgende Teilprojekte waren im Dieter Scheffner Fachzentrum angesiedelt:

Maßnahmenkonzept 1: Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Qualifizierung von Lehrpersonal

Teilprojekt 1a) Koordinierung der Qualifizierung von Lehrpersonal

Ansprechpartner:  Ulrike Sonntag, Frauke Dohle, Harm Peters

Siehe die Seite der Hochschuldidaktik für mehr Information.

Maßnahmenkonzept 2: Mehrdimensionales Qualitätsmanagment der curricularen Planung und Implementierung der Modellstudiengangs Medizin

Ansprechpartner: Harm Peters, Asja Maaz

Teilprojekt 2a) Qualitätssteigerung im Planungsprozess des Modellstudiengangs Medizin: Expertendiskussionen mit den Modulplanungsverantwortlichen zur Prozessoptimierung

Zusammenfassung: Um die Planung des Modellstudiengangs Medizin interdisziplinär, Outcome-orientiert und modular zu etablieren, wurde innerhalb der Fakultät ein achtstufiger transparenter Modulplanungsprozess entwickelt. Für eine garantierte Qualitäts- und Effizienzsteigerung in der Gestaltung dieses Planungsprozesses, die sich beispielsweise in der integrativen Verschränkung von Lern- und Lehrinhalten äußert, bedarf es kontinuierlicher Evaluierungsmaßnahmen. Eine dieser Maßnahmen stellen Gruppendiskussionen dar, die regelmäßig mit den beteiligten Experten geführt werden. Innerhalb statuskonsistenter Gruppen wird der abgeschlossene Planungsprozess mit seinen Vorzügen und Nachteilen unter den Anwesenden reflektiert und diskutiert, was für das Verständnis der Perspektive der Key-Player in der curricularen Planung von besonderer Relevanz ist. Auf diese Weise kann in der Rekonstruktion die subjektive Wahrnehmung aller Diskussionsteilnehmer gleichermaßen die thematische Schwerpunktsetzung beeinflussen. Langfristig sollen die Auswertungsergebnisse Defizite und Potenziale im Planungsprozess aufdecken und dadurch die curriculare Entwicklung an der Charité optimieren. Die Auswertung erfolgt mit der induktiven qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Ansprechpartner: Asja Maaz, Tanja Hitzblech

Teilprojekt 2b) Qualitätssicherung im Implementierungsprozess: Studientagebücher als sensibles Detektionsinstrument und Basis für zeitnahe Interventionen

Zusammenfassung:Gegenstand des Projekts ist die Erprobung onlinegestützter, halbstrukturierter Tagebücher, die von Studierenden geführt werden. Die Eintragungen werden zum einen zur Steuerung und Evaluation des Curriculumsimplementierungsprozesses im Modellstudiengang sowie zur Erforschung der studentischen Wahrnehmung der Lernumgebung im Modellstudiengang genutzt. Die Auswertung erfolgt anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring. 

Ansprechpartner: Asja Maaz, Tanja Hitzblech

Teilprojekt 2c) Qualitätssicherung im Implementierungsprozess und danach: Supportives Coaching für Studierende mit Studienabbruchrisiko (MediCoach)

Zusammenfassung: Zur Unterstützung belasteter Studierender und zur Verbesserung der Studienbedingungen hat die Charité ein spezielles Coachingangebot für Medizinstudierende eingerichtet. MediCoach bietet persönliche, lösungsorienterte Beratung.

Ansprechpartner: Silke Boehm, Sylvie Tappert

Siehe auch: Medicoach

 

 

Maßnahmenkonzept 3: IT-gestützte Synchronisation und Optimierung von "Lehren, Lernen und Prüfen" im Modellstudiengang Medizin

Ansprechpartner: Kai Sostmann, Harm Peters

Teilprojekt 3a) Einrichtung eines e-Portfolios für portfoliobasiertes Lernen und Prüfen praktischer klinischer Kompetenzen und Fertigkeiten

Zusammenfassung: Es soll im Modellstudiengang ein e-Portfolio für den individuellen Erwerb von praktisch-ärztlichen Fertigkeiten und Kompetenzniveaus aufgebaut werden. Die Vorteile von portfolio- basierten Lernsystemen in der medizinischen Ausbildung sind durch zahlreiche Studien belegt. Der zu erfassende Kompetenzerwerb ergibt sich aus den anwendungsbezogen Lernzielen und den damit verknüpften kognitiven Lernzielen anhand des Curriculums „Unterricht am Patienten“: „Allgemeiner Untersuchungskurs“ mit Basisfertigkeiten in Anamnese und klinischer Untersuchung, „Spezieller Untersuchungskurs“ mit organ- bzw. organsystemspezifischen Fertigkeiten in Anamnese und klinischer Untersuchung und „Patientennaher Unterricht“ (ab dem fünften Semester) mit primär differentialdiagnostischen und differential-therapeutischen Kompetenzniveaus. Das e-Portfolio wird kontinuierlich und online verfügbar den Kenntnis- und Leistungsstand aus praktischer Demonstration im Rahmen des Unterrichts und den ärztlich anwendungsbezogenen Prüfungen dokumentieren. Es kann so den Dozierenden wie auch Studierenden jederzeit ein detailliertes Feedback zum individuellen Leistungstand geben.
Dies ermöglicht das gezielte Nachbereiten fehlenden Wissens (zum Beispiel durch eLearning/Blackboard) und das Training einzelner Fertigkeiten (zum Beispiel mithilfe des Peer Assisted Learnings oder durch andere Angebote des Trainingszentrums für ärztliche Fertigkeiten). Im e-Portfolio sollen neben Pflichtleistungen auch freiwillige Komplementärleistungen abgebildet werden.

Wir haben eine technische Infrastruktur aufgebaut, um ePortfolios in der Charité zu ermöglichen. Wir führen gerade eine Pilotstudie mit einer Gruppe von 25 Studierenden durch, um die Nutzung dieses portfoliobasierten Lernsystems in der Lehre zu untersuchen. Folgende Fragen sollen konkret beantwortet werden:

Welche Vorteile bringen diese Systeme in unserer Einrichtung?
Wie lernen die Studierenden im Moment und wie testen sie das erworbene Wissen (kognitive und praktische Fertigkeiten) vor allem in Bezug auf den Untersuchungskurs?
Welche eLearningressourcen oder Tools nutzen sie regelmäßig?
Wie eignet sich das Blogsystem von Wordpress als ePortfoliotool?

 

Ansprechpartner: Javier Avila