Integration von Genderaspekten in den Modellstudiengang Medizin der Charité

Mit der Einführung des Modellstudiengangs Medizin werden Genderaspekte und Inhalte der Gendermedizin systematisch in das Curriculum integriert und sind somit  abprüfbarer Bestandteil.

Neben der Integration von Genderaspekten spielt auch vermehrt die Integration von Diversity Inhalten und Perspektiven eine Rolle, hierbei spielen neben der Kategorie „Geschlecht“ insbesondere die Aspekte Alter, Kultur/Ethnizität, Religion, sexuelle Orientierung und körperliche Beeinträchtigung eine Rolle.

Für eine adäquate medizinische Versorgung von Männern und Frauen ist  die Vermittlung von Wissen und Kenntnissen bezüglich geschlechtsspezifischer Differenzen und deren Integration in die medizinische Lehre von großer Bedeutung.

Nicht nur die biologischen Unterschiede, sondern auch die sozialen Unterschiede haben Auswirkung auf die Entstehung von Krankheiten.  Die Interaktion zwischen dem Arzt/ der Ärztin kann zudem nicht losgelöst vom Geschlecht der jeweiligen Person betrachtet werden.

Bereits von Studienbeginn an, werden daher die angehenden Ärztinnen und Ärzte für geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Entstehung, Diagnose und Therapie von Krankheiten sensibilisiert. Zudem lernen sie, die eigene Geschlechterrolle und vorhandene Geschlechterstereotypen zu reflektieren und deren Bedeutung für die Tätigkeit als Arzt/Ärztin zu erkennen. Die Studierenden sollten am Ende ihres Studiums die Geschlechterperspektive als wichtige Beurteilungs- und Handlungsdimension in ihrer Tätigkeit als Arzt/Ärztin sicher nutzen können.

 

Ansprechpartnerin/Projektverantwortliche:

Sabine Ludwig, Harm Peters

 

Kooperationspartner / Netzwerke:

Institut für Geschlechterforschung in der Medizin der Charité

Frauen- und Gleichstellungsbeauftrage der Charité

Kofinanziert durch:

Berliner Chancengleichheitsprogramm (Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen / Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft)