Aktuelle Projekte

Wir sind spezialisiert auf die Weiterentwicklung des Curriculums und spezieller Lehrformate. Hier finden Sie eine Übersicht über die Projekte, die unter dem Dach des Dieter Scheffner Fachzentrums angesiedelt sind.

Anfragen zu den Projekten beantworten Ihnen die angegebenen Ansprechpartner: 

Sie befinden sich hier:

Berliner Chancengleichheitsprogramm (BCP) / Interprofessionelle Lehre im MSM

Förderung der Chancengleichheit von Frauen in den Gesundheitsberufen durch den Abbau von Hierarchien: Aufbau eines längsschnittlichen interprofessionellen Curriculums in den Modellstudiengang Medizin der Charité

Projektzeitraum: 2018 - 2020

Projektleitung: Prof. Dr. Harm Peters

Hintergrund: Strukturell ist die Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung durch eine Chancenungleichheit für Frauen gekennzeichnet, die als Ärztinnen und in den Gesundheitsfachberufen arbeiten. Das Projekt zielt darauf ab, die Chancengleichheit der Geschlechter in der Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern, indem das hierarchische Gefälle zwischen Medizin und Gesundheitsfachberufen abgebaut wird. Die Medizin - und hier wiederum das männliche Geschlecht - dominieren derzeit sowohl Entscheidungsprozesse als auch Karrieremöglichkeiten in der Gesundheitsversorgung. Mithilfe des zu planenden interprofessionellen Curriculums wird ein wesentlicher Schritt zum zukünftigen und nachhaltigen Abbau der Hierarchie zwischen Medizin- und Gesundheitsfachberufen geleistet. Dadurch wird auch die Chancengleichheit von Frauen und Männern verbessert, die in diesen Berufen arbeiten. Interprofessionelle Ausbildung stellt die Bedürfnisse der Patient/innen in den Mittelpunkt und vermittelt die Kompetenzen für eine team-basierte, gleichberechtigte Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe. Obwohl die Ausbildung zu interprofessioneller Zusammenarbeit vielfach gefordert wird, ist sie im Medizinstudium bislang kaum berücksichtigt. 

Ziele: Absolvent/innen des Medizinstudiums sollen die notwendigen Kompetenzen erwerben, um gleichberechtigt, interprofessionell mit den Gesundheits-fachberufen zusammenarbeiten zu können. Die Entwicklung des Curriculums erfolgt in einem systematischen Prozess. 

Meilensteine:

  1. Bestimmen von interprofessionellen Outcomes für das Curriculum gemeinsam mit den Gesundheitsfachberufen. Hierfür werden theoretische Kompetenzrahmenwerke in konkrete professionelle Tätigkeiten übersetzt
  2. Ausarbeitung und Implementierung von für Lehr-, Lernkonzepten in MSM entsprechend der definierten Outcomes
  3. Qualifizierung der Lehrenden für interprofessionelles Lehren und Förderung
  4. Förderung und strukturelle Verankerung des formellen und informellen Austausches der Studierenden aus den verschiedenen Gesundheitsberufen

Projektteam: Ronja Behrend (Doktorandin), Maria Sepke (Koordinierung), Dr. Asja Maaz, Prof. Dr. Harm Peters

Gefördert durch das Berliner Chancengleichheitsprogramm

STAV (Studierendenauswahl-Verbund)

Begleitforschung für den Erfolg von kompetenzbezogenen Auswahlverfahren der Hochschulen - Förderung im Rahmen des "Masterplans Medizinstudium 2020"

Projektzeitraum: 2018 - 2021

Projektleitung: Prof. Dr. Harm Peters

Hintergrund: Die besten Bewerberinnen und Bewerber für einen Medizinstudienplatz sollen nicht nur anhand der Abiturnote, sondern auch anhand anderer Kriterien ausgewählt werden. Der Studierendenauswahl-Verbund "stav"erforscht,  welche Kriterien und Verfahren hierfür geeignet sein können. Das Projekt zielt darauf ab, die Einführung wissenschaftlich fundierter, strukturierter, sowie standardisierter kompetenzbezogener Auswahlverfahren an allen deutschen Medizinfakultäten zu unterstützen. Hierfür überprüfen die sechs Verbundpartner die Passgenauigkeit bereits existierender Auswahlkriterien und entwickeln neue Auswahltests. Zwanzig weitere Fakultäten und Institutionen beteiligen sich als Kooperationspartner an der Arbeit des Verbundes.

Ziele: Das DSFZ übernimmt in Zusammenarbeit mit 5 Verbundpartnern das Teilprojekt "Entwicklung kompetenzbezogener, fakultätsübergreifender Outcomekriterien für die Validierung von Auswahltests für das Medizinstudium".

Projektteam: Prof. Dr. Harm Peters, Frau Dr. Asja Maaz, Torsten Rollinger, N.N.

Verbundpartner:

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Medizinische Fakultät

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Georg-August-Universität Göttingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät

Universität des Saarlandes

Weiterführende Informationen

BMBF Hochschulpakt MSM 2.0

Förderzeitraum: 2016 - 2020

Projektleitung: Prof. Dr. Harm Peters, Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Folgende Teilprojekte sind im Dieter Scheffner Fachzentrum angesiedelt:

Maßnahmenkonzept I: Weiterentwicklung der Koordinationsstelle für die Qualifizierung von Lehrpersonal

Hintergrund: In der ersten Projektlaufphase wurde unter dem Dach des DSFZ die Qualifizierung von Lehrpersonal zentral konzipiert, koordiniert, administriert, zertifiziert, evaluiert und qualitativ weiterentwickelt. Der Schwerpunkt lag neben der Vermittlung allgemein-didaktischen Kompetenzen auf der medizindidaktischen Qualifizierung der Lehrenden in neuen Lehrformaten wie "Problemorientiertes Lernen" und "Kommunikation-Interaktion-Teamarbeit". 

Ziel: Darauf aufbauend soll in der zweiten Förderphase das medizindidaktische Qualifizierungsprogramm im Sinne eines modular aufgebauten kompetenzorientierten Gesamtprogramms mit Basis- und Erweiterungsqualifikationen weiterentwickelt werden. Ein Fokus liegt dabei auf der Konzeption von medizindidaktischen blended learning Angeboten für Lehrende. Im Rahmen des Projekts sollen weitere Fortbildungsangebote z.B. für die Vorbereitung auf die Lehrtätigkeit im Unterricht mit Patienten oder für die Tätigkeit als Lehrkoordinator/in konzipiert und implementiert werden. 

Laufzeit: 2017-2020

ProjektteamDr. Anja Czeskleba / Maria Sepke / Frauke Dohle / Prof. Dr. Harm Peters 

 

Maßnahmenkonzept II: Optimierung der Studien- und Studierendenbedingungen

Teilprojekt 2a)  Nachhaltige Verbesserung der Studienbedingungen durch die Einführung eines Online-Textbooks und von Study Guides für den Modellstudiengang 

Online Textbook:

Hintergrund: Der Modellstudiengang Medizin (MSM) basiert auf einem integrierten, modularen und outcome- basierten Curriculum. Aufgrund der Integration von grundlagen- und klinisch- wissenschaftliche Lehrinhalte, besteht derzeit die Herausforderung für Studierende, Wissen aktiv aus unterschiedlichsten Quellen zu suchen, selektieren und anzueignen. Es besteht ein hochgradiger Bedarf an MSM-spezifischen Lernmaterialien, die dem Kenntnisstand der Studierenden entsprechen. 

Ziel: Im Online-Textbook werden bedarfsgerechte Studierende- unterstützende Lernmaterialien erstellt, welche die Inhalte des MSM wiederspiegeln. Dazu gehören synchronisierte Texte und ergänzende Lernmittel, wie z.B. Bilder, Graphiken oder Tabellen. Das übergreifende Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Studien- und Studierendenbedingungen.

Studiendesign: Im ersten Projektschritt werden anhand von einzelnen Modulen des MSM webbasierte Ausarbeitungen durch Studierende für das Online-Textbook erstellt. Im zweiten Schritt werden die durch Studierende erstellten Lernmaterialen durch Fachexperten gesichtet und ggf. korrigiert und/oder ergänzt. Im dritten Schritt sollen die Ausarbeitungen curricular und didaktisch geprüft werden. Während aller Projektschritte findet eine Evaluation zur Optimierung des Prozesses, der Inhalte und der Nutzbarkeit statt. 

Laufzeit: 2017-2020

ProjektteamAnne Franz  / Miriam Alexander / Dr. Asja Maaz / Prof. Dr. Harm Peters

 

Study Guides:

Hintergrund: Der Modellstudiengang Medizin (MSM) basiert auf einem integrierten und outcome- basierten Curriculum. In diesem gibt es 40 Module mit jeweils 40 Lehrveranstaltungen. Für jede Lehrveranstaltung stehen den Studierenden online Lernziele, Kurzbeschreibungen und Angaben zur Prüfungsvorbereitung bereit, welche derzeit noch nicht in der Lehre fest verankert sind. Es besteht ein Bedarf an auf das Curriculum abgestimmten Materialien zur Überprüfung des individuellen Lernfortschritts.

Ziel: Studierende sollen durch Study Guides mit Aufgaben und Fragen unterstützt werden, individuelle Lernerfolge und -lücken zu erkennen, aktiv und kontinuierlich die persönliche Lernstrategie zu optimieren, sich auf wesentliche Inhalte des Curriculums zu konzentrieren, sowie die von der Fakultät zur Verfügung gestellten online- Lernmöglichkeiten zu nutzen. Weiterhin wird durch Study Guides ein didaktisch strukturierendes Element geschaffen, mit dem Dozierende Rückmeldungen zum Wissensstand der Studierenden erhalten und die Lehre entsprechend anpassen können. Das übergreifende Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Studien- und Studierendenbedingungen.

Studiendesign: Study Guides werden gemeinsam mit den modulverantwortlichen Studierenden und Fakultätsmitgliedern für jedes Modul erstellt. Aufgaben und Fragen in den Study Guides sollen in Bezug zu den bereits bestehenden online-Lernmaterialien entwickelt und methodisch in die Lehre verankert werden. Während der Projektentwicklung wird eine Evaluation zur Optimierung des Prozesses, der Inhalte, Zufriedenheit und der Lernerfolge implementiert.

Laufzeit: 2017-2020

Projektteam: Miriam Alexander / Anne Franz / Dr. Asja Maaz / Prof. Dr. Harm Peters

 

Maßnahmenkonzept III: IT-gestützte Prozessunterstützung der Lehre

Teilprojekt 3a) Entwicklung eines elektronischen Portfolios für den Modellstudiengang Medizin

Hintergrund: Portfolios bilden eine wesentliche Grundlage für den Lernerfolg in kompetenzbasierter medizinischer Ausbildung. Es besteht im Modellstudiengang Medizin an der Charité der Bedarf, ein an der Entwicklung von klinischen Kompetenzen ausgerichtetes elektronisches Portfolio aufzubauen, in dem die Studierenden ihren aktuellen individuellen Leistungsstand anhand von ärztlichen professionellen Tätigkeiten und dem Grad der notwendigen Supervision ablesen und für unterrichtende Ärzte/innen nachweisbar machen können. 

Ziel: Im Rahmen des Projektes soll ein elektronisches Portfolio für den Modellstudiengang entwickelt, eingeführt, evaluiert und weiterentwickelt werden. Als didaktische Rahmung sollen ärztliche professionelle Tätigkeiten (Entrustable professional Activities) dienen, die als Outcomes für den Modellstudiengang Medizin identifiziert wurde. Die Studierenden und Dozierenden sollen in dem Portfolio einsehen können, bei welchen ärztlich professionellen Tätigkeiten noch Defizite bestehen, um diese gezielt beheben zu können. Neben dem individuellen Feedback soll ein Vergleich der Leistung mit derer anderer Studierenden aus dem gleichen Semester ermöglicht werden. 

Laufzeit: 2017-2020 

Projektteam: Ylva Holzhausen / Dr. Asja Maaz / Prof. Dr. Harm Peters 

Promotionsprojekte

Zu unseren Aufgaben gehören umfängliche Betreuungsleistungen für Doktoranden. Diese werden zumeist in unsere bestehenden Forschungsprojektbezüge integriert. Nach telefonischer Rücksprache können Themenvorschläge eingereicht werden. Bitte richten Sie alle Anfragen hinsichtlich eines Promotionsvorhabens telefonisch oder schriftlich an das Leitungsteam. Über eine Themenvergabe oder Betreuungszusage wird nach Vorlage eines Exposés entschieden, zu dessen Erstellung Sie von uns persönlich aufgefordert werden.

 

Aktuelle Promotionsprojekte

 

Entwicklung und Implementation kompetenzbasierter medizinischer Curricula

Hintergrund: EPAs sind professionelle medizinische Aktivitäten, die durch einen Supervisor einem Assistenzarzt anvertraut werden können. Doch nur wenig ist bislang darüber bekannt, welche Faktoren diese Entscheidung des Anvertrauens beeinflussen.

Ziel: Ziel das Dissertationsvorhaben ist es, das Konzept der "Entrustable Professional Activity" (EPA) in der im Medizinstudium zu etablieren. 

Studiendesign: In einem ersten Schritt wurde ein Modell entwickelt, das Faktoren beschreibt, die die Entrustment decision beeinflussen können.

In einem zweiten Schritt werden im Rahmen einer experimentellen Studie implizite Faktoren (z.B. der erste Eindruck) untersucht, die die Entscheidung des Anvertrauens beeinflussen können.

In einem dritten Schritt werden im Rahmen einer Delphi Studie EPAs als Outcomes für den Modellstudiengang identifiziert und definiert.

Projektteam: Ylva Holzhausen/ Dr. Asja Maaz/ Prof. Dr. Harm Peters

 

Vergleich von traditionellen und reformierten Medizinstudiengängen an der CharitéUniversitätsmedizin Berlin 

Kurzbeschreibung: Ziel des Promotionsvorhabens ist die vergleichende Untersuchung der drei grundständigen Humanmedizin-Studiengänge an der Charité- Universitätsmedizin Berlin in Bezug auf Leistungs-, Zufriedenheits- und Belastungsparameter der Studierenden. Dazu wird ein theoretisch fundiertes Konzept von Studienerfolg zugrunde gelegt (Rindermann & Oubaid, 1999; Oswald et al., 2004).

Es werden drei Teilprojekte mit verschiedenem Fokus bearbeitet:

  • Befragung der Studienanfänger des Modellstudiengangs als Erweiterung der prospektiven Längsschnittstudie "Karriere- und Lebensplanung in der Medizin" (KuLM; Dettmer & Kuhlmey, 2010; Maaz et al., 2008) in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Soziologie der Charité
  • Durchführung einer prospektiven Längsschnittstudie zur Untersuchung ärztlicher Aktivitäten in der Famulatur und wie sich Studierende darauf vorbereitet fühlen (Preparedness; vgl. Sweeny et al., 2006, Salmela-Aro et al., 2012)
  • Bestandsaufnahme bestehender Sekundärdaten in Bezug auf Leistungsaspekte

Projektteam: Josefin Bosch/ Dr. Asja Maaz/ Prof. Dr. Harm Peters

Problemorientiertes Lernen – Lebenslanges Lernen (POL – LLL)

Untersuchung zum Kompetenztransfer von POL zum UaK im MSM der CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Hintergrund: Lebenslanges Lernen (LLL) ist ein zentraler Aspekt der ärztlichen Tätigkeit und ein zentrales Ausbildungsziel im Modellstudiengang Medizin (MSM) der CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Bisher ist wenig untersucht  wie problemorientiertes Lernen (POL), welches eine zentrale Lehr- und Lernmethode des MSM ist, den Kompetenzerwerb für LLL fördert.

Ziel: Diese Studie soll untersuchen, inwieweit POL die Fähigkeit zum LLL fördert und diese auf andere Lehrformate, wie dem UaK (Unterricht am Krankenbett), übertragen wird. Ein weiteres Ziel ist es, tiefere Einsichten über Kompetenztransfer im Medizinstudium zu gewinnen.

Studiendesign: Mit einem mixed-method Zugang werden Fokusgruppen mit Studierenden und Lehrenden durchgeführt mit dem Ziel, die im POL trainierten Kompetenzen in ihrer Anwendung im UaK einzuschätzen und zu diskutieren. Anschließend werden Studierende mithilfe Selbstevaluationsbögen zu zentralen Fähigkeiten und ihren dazu gehörigen selbständigen Lernaktivitäten befragt. Die Auswertung geschieht mit qualitativen und quantitativen Methoden.

Laufzeit: Februar 2017 - April 2019

Projektteam: Dr. Asja Maaz / Prof. Dr. Harm Peters